Einsamkeit betrifft viele Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation. Um Begegnungen zu fördern und Gemeinschaft erlebbar zu machen, findet auch 2026 bundesweit die Aktionswoche Gemeinsam aus der Einsamkeit statt.
In Würzburg beteiligen sich in diesem Jahr die Stadtteile Lindleinsmühle/Versbach, Rottenbauer, Frauenland, Dürrbachtal, Sanderau, Hubland und Zellerau mit einer gemeinsamen Aktion:
Am Mittwoch, 24. Juni 2026, laden zahlreiche engagierte Vereine, Einrichtungen und Initiativen zur Gemeinsamen BrotZEIT ein. Von 17:00 bis 19:00 Uhr entstehen in den Stadtteilen offene Begegnungsorte. In ungezwungener Atmosphäre sind alle Menschen eingeladen, gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Das Angebot ist kostenfrei und richtet sich ausdrücklich an alle Menschen.
Aufgrund der angekündigten hohen Temperaturen haben die beteiligten Stadtteile ihre Angebote an die Wetterlage angepasst. Im Dürrbachtal sorgt die ortsansässige Feuerwehr mit Wasserspielen für eine willkommene Abkühlung. In Versbach/Lindleinsmühle werden schattige Aufenthaltsorte genutzt, um auch bei sommerlicher Hitze angenehme Begegnungen zu ermöglichen. In der Zellerau wird die geplante Aktion in der Kirche Heiligkreuz stattfinden. Am Hubland wird die Brotzeit im Raum 13 in der Rottendorfer Straße 75 sein.
Aufgrund der Hitzesituation findet die Aktion in diesem Jahr nicht im Stadtteil Heuchelhof sowie in Heidingsfeld statt.
Die Aktion knüpft an den großen Erfolg des vergangenen Jahres mit der längsten Kaffeetafel an.
„Eine tolle Aktion im vergangenen Jahr, die unbedingt Wiederholung bedarf“, betont Kerstin Hoebusch, Quartiersmanagerin aus Versbach. Auch Besucher berichten von sehr persönlichen und positiven Erfahrungen. Eine Teilnehmerin sagte rückblickend:
„So viel unterhalten habe ich mich schon so lange nicht mehr – schön, dass ich wieder mal einen Anlass hatte, unter Menschen zu gehen.“
Besonders die Sozialreferentin der Stadt Würzburg, Eva von Vietinghoff-Scheel, freut sich sehr, dass auch in diesem Jahr eine stadtteilübergreifende Aktion stattfindet:
„Unsere Quartiere sind das Herzstück des sozialen Miteinanders in Würzburg. Die Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager leisten dort tagtäglich unverzichtbare Arbeit: Sie vernetzen, hören zu, schaffen Vertrauen und bringen Generationen zusammen. Dieses Engagement unterstütze ich ausdrücklich und mit großer Überzeugung. Dass die Gemeinsame BrotZEIT stadtteilübergreifend und gemeinschaftlich organisiert wird, ist ein starkes Zeichen für gelebte Zusammenarbeit. Diese Aktionen sind enorm wichtig, weil sie Menschen unkompliziert zusammenbringen, Begegnung ermöglichen und Einsamkeit ganz konkret entgegenwirken. Einsamkeit ist kein Randthema, sondern betrifft viele Menschen mitten in unserer Stadtgesellschaft. Mit der Gemeinsamen BrotZEIT schaffen wir niedrigschwellige Begegnungsräume, die zeigen: In Würzburg ist niemand allein. Gemeinschaft beginnt oft mit einem einfachen Gespräch – und manchmal mit einem geteilten Brot.“
In jedem Stadtteil findet die Aktion an einem sichtbaren und öffentlich zugänglichen Ort statt. Die jeweiligen Quartiersmanagements informieren über mögliche wetterbedingte Anpassungen der Veranstaltungsorte.
Weitere Informationen zu den Angeboten in den Stadtteilen erhalten Interessierte über die jeweiligen Quartiersmanagements.
Carolin Stöcker