Berlin, 6. Mai 2026 – Alle Wege führen nach Rom. Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin (SkF Berlin) macht sich deshalb mit zwei Duschmobilen auf den Weg für Menschen ohne Zuhause. Obdachlosigkeit kennt keine Grenzen. Die Solidarität des SkF Berlin für Menschen ohne Heim ebenfalls nicht.
Vom 15. bis 21. Mai 2026 führt die Route des Duschmobils für Frauen und der Seifenbüchse für Jugendliche von Berlin über Würzburg, Nürnberg und München bis nach Rom. Die beiden mobilen Projekte stehen für eine aufsuchende, niedrigschwellige Straßensozialarbeit, die unmittelbare Unterstützung mit Sichtbarkeit verbindet und dort präsent ist, wo sie gebraucht wird: im öffentlichen Raum.
Das Duschmobil für Frauen und die Seifenbüchse stehen genau dafür. Auf ihrer Route bis Rom zeigen sie, dass die Unterstützung obdachloser und wohnungsloser Menschen ein gesamtgesellschaftliches Anliegen bleibt – insbesondere, wenn das EU-weite Ziel, Obdachlosigkeit bis 2030 zu beenden, Realität werden soll.
Die Duschmobiltour 2026 macht damit deutlich: Die innovativen Ansätze der Wohnungslosenhilfe in Berlin sind notwendig und übertragbar.
Erzbischof Dr. Heiner Koch:
„Ich habe das Duschmobil in Berlin kennengelernt und werde es gerne in Rom empfangen – als einen Ort konkreter Hilfe und gelebter Nächstenliebe. Dass diese Arbeit nun ihren Weg bis nach Rom findet, soll sichtbar machen, wie präsent Wohnungslosigkeit auch heute ist, und dass zunehmend auch junge Menschen von unsicheren Lebenslagen betroffen sind. Die Würde des Menschen kennt keine Grenzen und unsere Solidarität ebenso wenig.“
Dr. Dagmar Löttgen, Vorsitzende des SkF Berlin-Rats:
„Frauenwohnungslosigkeit ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt des SkF Berlin – und zugleich ein Thema, das gesellschaftlich noch immer zu wenig sichtbar ist. Viele Frauen leben verdeckt wohnungslos, in Abhängigkeiten oder prekären Übergangssituationen. Mit der Duschmobiltour 2026 machen wir diese Realität sichtbar und verbinden konkrete Hilfe mit der politischen Forderung, Wohnungs- und Obdachlosigkeit konsequent geschlechtergerecht zu bekämpfen.“
Rita Brandt, Vorstand SkF Berlin:
„Die Erfahrungen aus unserer täglichen Arbeit zeigen uns: Wohnungslosigkeit betrifft zunehmend jüngere Menschen, die durch bestehende Hilfesysteme nicht immer erreicht werden. Mit der Seifenbüchse reagieren wir genau darauf. Unsere Tour nach Rom führt diese Perspektiven zusammen und macht sichtbar, was es braucht: passgenaue, niedrigschwellige Angebote und den politischen Willen, sie dauerhaft zu stärken.“
Mit der Duschmobiltour bringt der SkF Berlin ein Hilfsangebot in den öffentlichen Raum und macht auf die Lebensrealitäten wohnungsloser Menschen aufmerksam – insbesondere von Frauen und jungen Menschen.
Weitere Informationen zur Tour, Hintergründe und aktuelle Stationen der Duschmobiltour 2026:
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