Pressemitteilung des SkF-Bundesverbandes

SkF lässt die Menschen nicht allein – doch verlängerter Lockdown belastet auch Fachkräfte der sozialen Arbeit

Hildegard Eckert, Vorsitzende des SkF-Bundesverbandes, lenkt in der nachfolgenden Pressemitteilung den Blick auf die sozialen Einrichtungen und Dienste, die in der Pandemie-Diskussion selten genannt werden, aber gerade in Krisensituationen und -zeiten enorm wichtig für die Bevölkerung sind und stark angefragt und genutzt werden.

Der SkF Würzburg ist mit seinen 20 Fachdiensten und knapp 300 Mitarbeiter*innen bundesweit einer der größten SkF-Ortsvereine in Deutschland.
Neben Beratungsdiensten, Frauen-, Familien- und Jugendarbeit bietet der SkF Würzburg zahlreiche Plätze in ambulanten und stationären Einrichtungen wie Mutter/Vater-Kind-Einrichtung, Therapeutisches Heim für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Frauenhaus, Wohnverbund für Menschen mit psychischer Erkrankung und Heilpädagogische Tagesstätte an.
Claudia Jaspers

Pressemitteilung des SkF-Bundesverbands:

SkF lässt die Menschen nicht allein – doch verlängerter Lockdown belastet auch Fachkräfte der sozialen Arbeit
Dortmund, 20.01.2021. Auch unter den verschärften Bedingungen des aktuellen Lockdowns bietet der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) weiterhin Beratung und Hilfe an. „Die Einrichtungen und Dienste des SkF tun alles, um die Menschen gerade jetzt nicht allein zu lassen“, betont Hildegard Eckert, Bundesvorsitzende des SkF. Doch die verschärften Regeln des verlängerten Lockdowns belasten nicht nur Wirtschaft, Kultur und das gesamte öffentliche Leben. Auch in vielen sozialen Einrichtungen und Diensten verändert die Bekämpfung der Pandemie den Arbeitsalltag. Zudem leiden viele soziale Hilfen darunter, dass sie bei politischen Entscheidungen häufig übersehen werden.

„Die Mitarbeiter*innen der SkF Ortsvereine arbeiten nur selten im Homeoffice. Sie sind in Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen, in Frauenhäusern, in Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtungen ebenso aktiv wie in vielen Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Frauen und Kinder. Genau diese Angebote sind jetzt – in einer Zeit massiver Kontaktbeschränkungen – für Frauen und Kinder in prekären Lebenslagen wichtiger denn je“, macht Eckert deutlich.

Dabei stehen stationäre Einrichtungen vor besonderen Herausforderungen. Die Mitarbeiter*innen müssen hier die Erfordernisse des Infektionsschutzes mit den Persönlichkeitsrechten der Bewohner*innen abwägen. In den Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe gilt es Wege zu finden, die den Kontakt zu Vormündern und der Herkunftsfamilie auch unter Pandemiebedingungen ermöglichen. In Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen und Frauenhäusern bleiben die Mitarbeiter*innen auch dann in engem Kontakt zu den Bewohner_innen, wenn Corona-Fälle bekannt werden. Das erfordert von den Fachkräften der sozialen Arbeit vielfach, die Arbeitsabläufe täglich anzupassen und zudem die Bereitschaft, die eigene Sicherheit im Interesse der Klient*innen zurückzustellen.

„Bei all diesem Engagement, das gerade in einer Zeit der sozialen Distanzierung außerordentlich wichtig ist, erwarten wir von der Politik mehr Unterstützung. Dazu gehört, dass die Mitarbeiter*innen, die Klient*innen und die ehrenamtlich Tätigen nicht vergessen werden, wenn es um das Angebot kostenloser Schnelltests, FFP2-Masken und den Anspruch auf Kinderbetreuung geht“, fordert Hildegard Eckert.

Die Pressemitteilung ist auch auf der Homepage des SkF-Bundesverbandes eingestellt.

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