Neues aus der KSB im SkF e.V. Würzburg: Würzburg, 06.07.2026 - Die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen (KSB) im SkF engagiert sich gemeinsam mit…
Neues aus der KSB im SkF e.V. Würzburg:
Würzburg, 06.07.2026 - Die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen (KSB) im SkF engagiert sich gemeinsam mit anderen Einrichtungen des Arbeitskreises Leere Wiege Würzburg dafür, das Thema des Verlustes eines Kindes während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Mit gemeinsamen Abschiedsfeiern auf dem Haupt- und Waldfriedhof sowie dem jährlichen Worldwide Candle Lighting - Gottesdienst wird betroffenen Familien Raum für Erinnerung und Trauer gegeben. Der diesjährige Gottesdienst findet am Sonntag, 14. Dezember 2026, um 19 Uhr in der Gethsemanekirche am Heuchelhof (Straßburger Ring 127, 97084 Würzburg) statt.
Aktuell weist die KSB auf den Frauenpodcast Kaffee und Klartext aus Volkach hin. In der dritten Folge Was bleibt, wenn ein Kind geht? Zwei Sternenkind-Mamas brechen ein Tabu erzählen zwei betroffene Mütter offen von ihren Erfahrungen mit dem Verlust ihrer Kinder. Sie berichten nicht nur von ihrem Schmerz, sondern auch davon, welche wertvollen Initiativen daraus entstanden sind – darunter die Sternenwiese in Volkach sowie das Kinderbuch Wolke 707, das Geschwisterkinder in ihrer Trauer begleitet.
Mit dem Podcast soll das Thema Sternenkinder enttabuisiert und Betroffenen sowie ihren Angehörigen Mut gemacht werden, über ihre Erfahrungen zu sprechen und Unterstützung anzunehmen.
Zu finden, überall wo es Podcasts gibt und z.B. auch hier
Neues aus der KSB im SkF e.V. Würzburg:
Würzburg, 06.07.2026 - Seit 40 Jahren beraten die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen (KSB) und die Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Diözese Würzburg (EFL) in Kitzingen. Seit 25 Jahren teilen sie sich dafür Räumlichkeiten. Anlass genug, zusammen mit vielen Kolleg:innen, Wegbegleiter:innen und Netzwerkpartner:innen Geburtstag zu feiern.
Mit Dankesworten von Bürgermeisterin Astrid Glos und dem stellvertretenden Landrat Robert Finster war die Politik vertreten. SkF-Vorstandsfrau Sigrid Maroske gratulierte dem Team vor Ort ebenso wie Sonja Schwab für den Diözesan-Caritasverband. Einen Blick auf die Arbeit der beiden Stellen warfen Anna E. Thieser für den SkF sowie Wolfgang Scharl und Christian Hohm für die EFL.
Unter dem Titel Hab Mut, geh hin! vermittelte Elisabeth Amrehn den Zuhörenden aufmunternde Worte und ermutigende Impulse. In ihrem interaktiven Vortrag griff sie zentrale Themen aus der täglichen Beratungsarbeit der beiden Stellen auf und erläuterte anhand praxisnaher Beispiele deren Bedeutung. Dabei betonte sie insbesondere, wie wichtig es ist, dass Menschen sich sicher, angenommen und geborgen fühlen – ein zentrales Anliegen, das die Beraterinnen beider Einrichtungen in ihrer täglichen Arbeit mit ihren Klient:innen verfolgen.
Abteilungsleiterin Christina Merz dankte dem Kitzinger KSB-Team: Standortvertreterin Carolin Merkt, Beraterin Adina Meinl und Verwaltungsangestellte Regina Sterk erhielten eine kleine blühende Aufmerksamkeit.
Im Anschluss an das Programm blieb bei einem kleinen Imbiss und Getränken ausreichend Zeit für persönliche Gespräche und einen regen Austausch. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen.
Wir blicken dankbar auf die gemeinsame Zeit zurück und freuen uns auf den Weg, der noch vor uns liegt. Gemeinsam als Fachstellen für unsere Klient:innen.
Neues aus dem Referat:
Würzburg, 18.05.2026 - In der Fülle der angebotenen Workshops haben sich interessierte Teilnehmer:innen eingefunden. Durch die kleinere Runde konnte sehr individuell die Motivation zum Aufsuchen des Workshops benannt und aufgegriffen werden. Was ist eigentlich pränatale Diagnostik, wann beginnt sie, wie grenzt sie sich von der normalen Schwangerenvorsorge ab, wann und warum werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen, wie beeinflusst dies das Verständnis in der Gesellschaft von Kontrolle und Verantwortung in der Schwangerschaft bis hin zur Haltung im Spannungsfeld von Perfektion, Gesundheit, Krankheit und Behinderung. Dabei waren Kernpunkte des Austauschs die Frage nach dem Sinn pränatal diagnostischer Tests und die Heraus- und Überforderung im Umgang hinsichtlich einer eigenen Entscheidung für oder gegen die Inanspruchnahme. Insbesondere der Bluttests in der frühen Schwangerschaft, kurz der NIPT’s (Nichtinvasive pränatal diagnostischer Tests), die schon in der 10. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, wurde stellvertretend aufgegriffen. Es zeigte sich in der Gruppe die übereinstimmende Einschätzung mit einer Forschungsfrage, die u.a. die These aufgriff, dass Menschen, wenn sie sich unsicher sind, ob der Test für sie persönlich richtig oder falsch ist, eher einen Test durchführen lassen. Dabei wurde deutlich, dass es nicht um ein Schwarz oder Weiß geht, aber es problematisch ist, wenn nicht bewusst wird, dass die Inanspruchnahme immer in einen Schwangerschaftskonflikt hineinführen kann; pränatal diagnostische Tests oft Wahrscheinlichkeiten vorhersagen und auch falsch positive Ergebnisse erzielen können.
Ein Fazit der Teilnehmer:innen lautet u.a., dass es deutlich wird, dass es sich nicht nur um ein medizinisches Thema handelt, sondern es sehr um persönliche Haltungen und Entscheidungsfindungen geht. Umso hilfreicher werden dabei die kostenfreie Beratungsangebote der Schwangerschaftsberatungsstellen eingeschätzt. Insgesamt sei es „wahnsinnig wichtig“ sich damit zu befassen. Politische Relevanz erhält das Thema u.a. , da aktuell die Erfahrungen rund um die Kassenzulassung der NIPT’s nach einem fraktionsübergreifenden Antrag im Bundestag ausgewertet werden. Ein Wunsch an die Organisator:innen der Katholikentage lautete weiterhin solche Workshops-Angebote aufzunehmen, die wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Erfahrungen aus der Facharbeit, nah am Menschen thematisieren.
Text: Anna Elisabeth Thieser
Foto: Anna-Lena Herbert (DiCV Würzburg)
Neues aus dem Referat:
Wir laden herzlich zum Werkstattgespräch auf dem Katholikentag am Samstag, 16.05.2026 um 16:30 Uhr im Maritim Hotel, Salon Petrini ein:
Der gesellschaftliche Diskurs und die Rahmenbedingungen zur Frage des Schwanger-Werdens und Schwanger-Seins haben sich deutlich verändert. Mehr denn je wird von Eltern gefordert sich eine eigene Position beispielsweise zu den Fragen der Pränataldiagnostik zu erarbeiten. Angesichts der Vielfalt der möglichen Tests bleibt die Frage offen: was bedeutet eine Testung für mich, was kann sie ergeben und welche Konsequenzen ziehe ich aus einem Ergebnis? Diese individuellen Fragen lassen sich auf die Ebene von Gesellschaft und Politik transformieren.
Eine inhaltliche Einführung gibt einen kurzen Überblick über den Sachstand der Pränataldiagnostik am Beispiel der nichtinvasiven pränataldiagnostischen Tests aus psychosozialer Sicht und die Herausforderungen für die Einzelnen „werdenden“ Eltern, die fachliche Arbeit, Gesellschaft und Politik.
Im Anschluss werden in einem gegenseitigen Austausch die Erfahrungen, Anliegen und Fragen aufgegriffen und mit dem Ziel der gegenseitigen Kontexterweiterung und Unterstützung in der Meinungsbildung zu Fragen der Reproduktion in unserer Gesellschaft diskutiert.
Hier geht es zu den Beratungsstellen der EFL und KSB in Kitzingen (von links): Eva-Maria Wulftange, Christina Merz und Carolin Merkt.
Neues aus der KSB im SkF e.V. Würzburg:
40 Jahre Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen in Kitzingen – Seit 25 Jahren gemeinsam unter einem Dach
Kitzingen, 24. April 2026 (POW) Wohnortnahe und kostenlose Beratung bei Partnerschafts-, Familien- und Lebenskrisen oder bei allen Fragen rund um eine Schwangerschaft: Das bieten seit 40 Jahren die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) der Diözese Würzburg und die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen (KSB) im Sozialdienst katholischer Frauen Würzburg (SkF) in Kitzingen an. Seit einem Vierteljahrhundert tun sie das gemeinsam in der Moltkestraße 10. Das Bistum Würzburg, das beide Standorte zu einem Großteil finanziert, übernehme damit „eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe“, sagen Eva-Maria Wulftange, stellvertretende Leiterin der EFL Region Würzburg, und Christina Merz, Abteilungsleiterin der KSB, überreinstimmend: „Es ist ein Mehrwert für Kitzingen.“
Das Haus in der Moltkestraße 10 ist ein unauffälliger Backsteinbau in einer ruhigen Wohnlage. Lediglich an zwei Schildern, die einträchtig nebeneinander hängen, erkennt man, dass hier die Außenstellen der EFL und der KSB untergebracht sind. Durch ein schmiedeeisernes Tor kommt man zum Eingang. Es gibt ein Sekretariat und drei Beratungsräume – einen für die EFL, zwei für die KSB. Für die EFL sind die Diplom-Sozialpädagoginnen Eva-Maria Wulftange und Kornelia Lorenz als Beraterinnen tätig, für die KSB Diplom-Sozialpädagogin Carolin Merkt und Sozialpädagogin Adina Meinl. Die kurzen Wege werden von allen geschätzt. „Wir haben viele Synergien“, sagt Christina Merz. Bei Bedarf würden die Klientinnen und Klienten auf die Angebote der jeweils anderen Stelle hingewiesen und auch bei der Terminvereinbarung unterstützt.
Die EFL bietet psychologische Beratung für Paare, Familien und Einzelpersonen an, egal ob traditionell oder multikulturell, Patchworkfamilie oder queer. Sie hilft beispielsweise bei Partnerschafts- und Lebenskrisen, Sinnfragen, Verlusterfahrungen oder Auseinandersetzungen in der Familie. Ein immer wiederkehrendes Thema ist die die Kommunikation in der Partnerschaft. Auseinandersetzungen eskalieren, ein Streit wird unversöhnlicher und beide Partner verzweifeln daran, eine gemeinsame Lösung zu finden und sich wieder anzunähern, sagt Eva-Maria Wulftange. „Das muss man als Problem anerkennen.“ Mit den Beraterinnen werde dann zum Beispiel Regeln für die Kommunikation erarbeitet. Zudem hätten sich die Ansprüche an eine Partnerschaft geändert, beobachtet Wulftange. „Früher ist man vielleicht häufiger zusammengeblieben, obwohl man unglücklich war. Der Anspruch auf Glück hat zugenommen, und das Zusammenbleiben ist nicht mehr selbstverständlich.“
Die Ratsuchenden „da abholen, wo sie unterwegs sind“
Die KSB berät Frauen und Männer vor, während und nach der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr des Kindes, aber auch bei Kinderwunsch oder einem Verlust des Kindes, etwa bei einer Fehl- oder Totgeburt. Wichtig sei, dass die Beratungsstelle bei Krisen innerhalb von drei Werktagen Termine anbietet, insbesondere bei Konfliktberatungen im Zusammenhang mit einer pränatalen Diagnostik oder der Ambivalenz, ein Kind zu bekommen – „also dem gleichzeitigen Vorhandensein von dafür und dagegen sprechenden Gedanken und Gefühlen“, sagt Christina Merz. Zur Beratung gehört praktische Unterstützung, etwa Infos zu gesetzlichen Ansprüchen wie Mutterschutz und Elterngeld, Hilfe beim Umgang mit Behörden oder die Vermittlung von finanzieller Unterstützung durch staatliche und kirchliche Stellen. „Wir haben Zugang zu den Mitteln der ,Landesstiftung Hilfe für Mutter und Kind‘ oder den Bischöflichen Hilfsfonds der Diözese Würzburg. Wir können dort Gelder beantragen, um zum Beispiel die Erstausstattung für ein Kind finanziell zu unterstützen“, sagt Merz.
Schwierig werde es, wenn sich Gesetze ändern. So sei das angekündigte Kinderstartgeld kurzfristig doch nicht eingeführt worden. Das führe bei vielen Familien zu Verunsicherung und Sorge, da die Einmalzahlung bereits in die finanzielle Planung rund um die Geburt und Erstausstattung einkalkuliert war. Der Wegfall bedeute eine spürbare Mehrbelastung und schränke die Planungssicherheit in der frühen Familienphase ein. Eine Veränderung sei zudem die steigende Zahl von nicht-invasiven pränatalen Tests, die von den Krankenkassen gezahlt werden. „Die Frauen sind unsicher, ob sie das wollen und was es für sie bedeutet, wenn sie das Angebot annehmen oder ablehnen“, sagt Merz.
Die Angebote werden an die Bedarfe der Ratsuchenden angepasst. Carolin Merkt zum Beispiel absolviert derzeit in München eine Ausbildung zur Fachkraft zur Integrativen Eltern-Säuglings-Kleinkind-Beraterin (Schreibaby-Beratung). Dabei gehe es nicht nur um exzessives Schreien, sondern auch um Schlafstörungen oder Verhalten wie Klammern und Trotzen bei Säuglingen und Kleinkindern, erklärt sie. Auch hier haben die sozialen Medien an Einfluss gewonnen. Der Vergleich mit Familien, bei denen scheinbar alles reibungslos läuft, werde „stark befeuert“, sagt Merkt. Apropos Medien: Online- und Videoberatung sind mittlerweile Standard. Nach der KSB will nun auch die EFL bis Ende 2026 das sogenannte „Blended Counseling“ einführen. Dabei handelt es sich um eine Kombination von unterschiedlichen Beratungsformen wie Präsenz, Telefon, Chat und Video. „Viele junge Menschen rufen nicht an, weil sie darin eine Hürde sehen, und schreiben lieber über ein Onlineportal. Wir müssen sie da abholen, wo sie unterwegs sind“, sagt Eva-Maria Wulftange.
Steigende Nachfrage nach Beratung vor Ort
Die steigende Nachfrage belegt, dass die Ansprechbarkeit vor Ort geschätzt wird. So ist beispielsweise bei der EFL die Zahl der beratenen Menschen in den vergangenen zehn Jahren von 175 auf 192 in Stadt und Landkreis Kitzingen gewachsen. Die KSB wurde im vergangenen Jahr von 293 Ratsuchenden aufgesucht. Im Fünf-Jahres-Vergleich habe diese Zahl zwischen 265 und 325 gelegen. Die anhaltend hohe Resonanz zeige, dass die Angebote der KSB für viele Menschen von besonderem Interesse seien und einen wichtigen Bedarf abdeckten. „Seit dem Beginn im Jahr 1985 konnten bis heute über 9200 Ratsuchende in der KSB Kitzingen beraten und begleitet werden“, sagt Christina Merz.
Eine Besonderheit in Kitzingen ist die Gemeinschaftsunterkunft. „Es ist die größte Gemeinschaftsunterkunft in Unterfranken. Wir beraten viele Menschen mit Migrationshintergrund“, sagt Carolin Merkt. Beide Stellen bieten auch Beratung in englischer Sprache an, die KSB nutzt zusätzlich Dolmetscher-Tools. „Bisher haben wir es immer hinbekommen.“
Für die Zukunft wünscht sich Christina Merz, dass KSB und EFL „weiterhin zusammenbleiben“ und die wohnortnahe Versorgung trotz des Kostendrucks erhalten bleibt. „Sowie die finanzielle Unterstützung durch die Stadt und den Landkreis Kitzingen“, ergänzt Eva-Maria Wulftange. Derzeit trägt das Bistum 80 Prozent der Kosten für die EFL, die KSB wird nahezu vollständig durch das Bistum finanziert. „Die Ratsuchenden schätzen dieses Angebot der katholischen Kirche sehr und nehmen es als solches bewusst wahr“, sagen beide übereinstimmend. Manchmal würden Paare auch erzählen, dass sie mit ihrer Kirchensteuer gerne solche sinnvollen Angebote unterstützen, sagt Wulftange.
Die EFL und KSB in Kitzingen
Die Beratungsstelle Kitzingen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) wurde 1986 in der Güterhallstraße eröffnet. Die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen (KSB) existiert bereits seit 1985 in Kitzingen, zunächst in den Räumen des Kreis-Caritasverbands in der Schrannenstraße 10, ab 1991 in eigenen Räumen in der Falterstraße 5. Seit 2001 teilen sie sich die Räume in der Moltkestraße 10.
Termine bei der EFL gibt es nach Voranmeldung unter Telefon 0931/38669000, E-Mail info@eheberatung-wuerzburg.de. Weitere Informationen im Internet unter www.eheberatung-wuerzburg.de.
Die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag von 8 bis 12.30 Uhr, Dienstag von 8 bis 12 Uhr, Mittwoch von 8 bis 14 Uhr, Donnerstag von 8 bis 12.30 und 13.30 bis 17.30 Uhr, Freitag von 8 bis 12.30 Uhr. Termine nach Vereinbarung unter Telefon 09321/4683. Weitere Informationen im Internet unter www.schwanger.skf-wuerzburg.de.
Text und Foto: Kerstin Schmeiser-Weiß (POW)
v.l.n.r.: Ruth Peter, Referentin, Thomas Huber, MdL, Silvia Wallner-Moosreiner, stv. geschäftsführende Vorständin SkF Landesverband Bayern e.V. | Foto: SkF Landesverband Bayern e.V.
Eine Pressemitteilung des SkF Landesverbandes Bayern
München, 24. April 2026 - Die Regierungsfraktionen von CSU und Freie Wähler im bayerischen Landtag unterstützen die Digitalisierung der katholischen Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen in Bayern mit 130.000 € im Rahmen des Doppelhaushaltes 2026/27. Ziel ist es, vorhandene digitale Strukturen nachhaltig zu stärken und damit die Möglichkeiten für passgenaue Angebote, Erreichbarkeit und Blended Counseling zu erhöhen.
Silvia Wallner-Moosreiner, stellvertretende geschäftsführende Vorständin des SkF Landesverbands Bayern e.V., unterstreicht die Bedeutung dieser Unterstützung: „Wir freuen uns über die mit den finanziellen Mitteln verbundene Anerkennung und Wertschätzung unserer Arbeit, die aus der Beratungslandschaft in Bayern nicht wegzudenken ist.“
Die Mittel dienen der Investition in Schulungen ebenso wie in Hardware-Ausstattung, die Mitarbeiterinnen und Ratsuchenden gleichermaßen zugutekommen und zur kontinuierlichen Gewährleistung qualitativ hochwertiger Beratungsangebote beitragen. So kann der weitere Ausbau und die Verankerung von Blended Counseling – der Kombination aus digitaler Beratung (Video, Chat, E-Mail) und persönlicher Beratung – sichergestellt werden.
„Mit den Mitteln aus der Fraktionsreserve stärken wir gezielt den Ausbau der Digitalisierung. Digitale Arbeitsweisen und hybride Beratungsformen erhöhen Flexibilität und Qualität für alle beteiligten Akteurinnen im Flächenland Bayern. Gern unterstützen wir die kath. Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen, die wertvolle Beratungsarbeit gerade auch in ländlichen Regionen leisten, auf diesem Weg.“ betont Thomas Huber, Vorsitzender des Arbeitskreises für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie der CSU und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie.
Eva-Maria Rottach, Sprecherin der Leiterinnen der kath. Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen, hebt aus der Sicht der Beratungsstellen hervor: „Wir beraten schon seit 2001 online und damit letzten Endes auch blended. Blended Counseling erleichtert den Klientinnen den Zugang, ermöglicht zeitliche Flexibilisierung und fordert zugleich neue Kompetenzen. Die jetzt möglichen Investitionen helfen uns, unsere beständige Weiterentwicklung in 2026 und 2027 zu priorisieren und forcieren. So entstehen neue Möglichkeiten, über die wir uns freuen.“
Im Sinne der Klientinnen und deren Familien wird sich der SkF Landesverband e.V. auch weiterhin für die kontinuierliche Verbesserung des Beratungsangebotes einsetzen.
"Ein wirksamer Kinderschutz setzt jedoch dort an, wo Familien stabilisiert werden: durch sichere Wohnverhältnisse, verlässliche Gesundheitsversorgung, Bildung, Betreuung und finanzielle Planungssicherheit.
Wer Armut wirksam bekämpft, stärkt Familien – und schützt Kinder." (Zitat aus dem offenen Brief)
Dies gilt genauso für Schwangere in der Frage der Perspektive für ein Leben mit dem Kind.
Eine Pressemitteilung des SkF Gesamtvereins
Berlin/Dortmund, 19.02.2026 – Ein breites Bündnis aus 38 Organisationen und Verbänden,darunter auch der SkF, wendet sich in einem Offenen Brief an die Bundesregierung und die Fraktionen im Bundestag. Die Unterzeichnenden fordern geplante Verschärfungen bei der Reform der Grundsicherung (SGB II) zurückzunehmen, die insbesondere Familien mit Kindern treffen.
Die Reform verfehle ihr Ziel, Vertrauen zu stärken und Erwerbsintegration zu fördern, kritisieren die Verbände. Stattdessen erhöhe sie den Druck dort, wo er nur begrenzte Wirkung entfalten könne, und verschärfe die Situation von Menschen mit Betreuungsverantwortung. Besonders problematisch seien Sanktionen, die ganze Haushalte belasten, sowie die Verschärfung bei den Wohnkosten und unrealistische Zumutbarkeitsregelungen für Eltern von Kleinkindern.
„Statt zu sanktionieren, wäre es gerade jetzt wichtig im SGB II und darüber hinaus mehr Mittel dafür einzusetzen, Frauen mit Sorgeverantwortung für Kinder in Erwerbsarbeit zu integrieren. Viele erleben hier hohe Hürden am Arbeitsmarkt und bräuchten eine langfristige individuelle Unterstützung, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Für entsprechende Beratung und Begleitung fehlen jedoch die Mittel“, so Yvonne Fritz, Vorständin des SkF Gesamtvereins.
Jede dritte Bedarfsgemeinschaft sei eine Familie mit minderjährigen Kindern, betonen die Unterzeichnenden. Sanktionen blieben daher nicht auf einzelne Personen begrenzt, sondern träfen unmittelbar auch Schutzbefohlene und Partner:innen. Der Offene Brief fordert unter anderem den Verzicht auf Sanktionen, die Kinder mitbestrafen, die Beibehaltung der Karenzzeit für Wohnkosten sowie eine realitätsnahe Berechnung der Regelbedarfe.
Den vollständigen Offenen Brief finden Sie hier.
Unterzeichnende Organisationen
Neues aus der KSB im SkF e.V. Würzburg:
Würzburg, 24. Oktober 2025 - Der Arbeitskreis (AK) Leere Wiege lud Ende Oktober zum feierlichen Abschluss der Wanderausstellung: Wenn die Wiege leer bleibt im Generationenzentrum Mathias- Ehrenfried ein.
Die Veranstalterinnen sprachen ihren ausdrücklichen Dank aus für die Unterstützung von betroffenen Frauen und Familien, die Ihre persönlichen Erfahrungen per Audiodatei öffentlich gemacht oder mit Bildbeiträgen die Ausstellung ergänzt haben und dankten auch den zahlreichen Besucher:innen, die die Gelegenheit nutzten, eigene Worte und Gedanken auf dem „Sternenhimmel“ zu hinterlassen.
Bei der Ausstellungseröffnung war das Thema Verlust eines Kindes durch Fehl-, Totgeburt oder früher Kindstod aus der Sicht der Medizin, der Seelsorge, der Hebammenarbeit und der Politik gewürdigt worden. Bei der Abschlussfeier richtete Annemarie Göbel, zuständig für Ehe- und Familienseelsorge im Raum Würzburg, berührende Grußworte ans Publikum. Ergänzend gab es Beiträge aus der Beratungsarbeit der Schwangerschaftsberatungsstellen (Wie können wir unterstützen? Was wünschen sich Betroffene?) und der Selbsthilfegruppe Sternenkinder des Malteser Hilfsdienstes e.V.
Zum Abschluss trug Robert Schneider, Leiter des Märchenkreises der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) Würzburg, das Märchen Das Patschwascherl vor. Musikalisch harmonisch begleitet wurde die Veranstaltung durch die Musiker Konrad Zellmer und Jürgen Dorbath.
Alle Schwangerschaftsberatungsstellen in Würzburg bieten einmalig oder längerfristig Begleitung an, solange die Betroffenen Unterstützung wünschen. Die Beratungsstellen halten freie Krisentermine vor, so dass Hilfesuchende zeitnah, oft schon in der laufenden Woche ein Beratungsgespräch wahrnehmen können. Im Beratungsgespräch ist Zeit und Raum für alle Fragen, Gedanken und Gefühle zum Verlust. Manchmal sind es praktische Hilfen wie gesetzliche Regelungen, Bestattungsmöglichkeiten oder finanzielle Unterstützung die nachgefragt werden, aber auch Themen wie Schuld, Schmerz und Trauer, oder auch das unterschiedliches Trauern der Elternteile werden thematisiert oder der Umgang mit dem trauernden Geschwisterkind steht im Vordergrund.
Betroffene können auch per Video- oder Chatberatung über unterschiedliche sichere Beratungsplattformen Unterstützung erhalten, d.h. auch im digitalen Raum ist kostenfreie und geschützte Beratung möglich.
Heike Nitzl, Leiterin der Selbsthilfegruppe Sternenkinder des Malteser Hilfsdienstes e.V. stellte das Trauerangebot für Mütter und Väter, die ein Kind während der Schwangerschaft, während oder kurz nach der Geburt verloren haben, vor.
Sie zeigte, wie die Gruppentreffen gestaltet werden, berichtete über den Zusammenhalt der Betroffenen untereinander und machte deutlich, dass alle Betroffenen unabhängig von Hintergrund und Zeitpunkt des Verlustes eingeladen sind.
Insgesamt war es dem AK Leere Wiege ein Anliegen das Thema Verlust eines Kindes bei Fehl- und Totgeburt aus dem Tabu heraus und in die Öffentlichkeit hinein zu bringen.
Dies ist mit großem Erfolg gelungen, die Ausstellung wurde von zahlreichen Besucher:innen wahrgenommen. Es gab einen intensiven Austausch mit Betroffenen, Pfarrer:innen, Seelsorger:innen und Mitarbeitenden aus dem Netzwerk.
Nächster wichtiger Termin für Betroffene, Angehörige und Freunde:
Der AK Leere Wiege lädt ein zum Worldwide Candle Lighting Gottesdienst am 14.12.2025 um 19.00 Uhr in der Gethsemanekirche, 97084 Würzburg-Heuchelhof, Straßburger Ring 127
Neues aus dem Referat:
Würzburg, 31. Oktober 2025 - Am jüngsten Treffen von Vertretenden der Sozialdienste katholischer Frauen (SkF) Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg sowie des Caritasverbands für die Diözese Würzburg (DiCV Würzburg) zur Katholischen Schwangerschaftsberatung (KSB) hat Würzburgs Bischof Dr. Franz Jung teilgenommen. Mit der Zusammenkunft der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen im Würzburger Caritashaus am 27. Oktober 2025 ging die alle drei Jahre anstehende kirchliche Anerkennung dieser Beratung einher.
Anna Elisabeth Thieser vom Referat Schwangerschaftsberatung für die Diözese Würzburg, das an den SkF Würzburg als Fachverband der Caritas angedockt ist, begrüßte – neben Sabrina Göpfert, Referentin für Familien- und Jugendhilfe beim DiCV Würzburg und dessen Vorsitzendem Domkapitular Clemens Bieber − den Bischof. Dieser machte deutlich, dass man mit der KSB Frauen in Not beistehe.
Dank für wichtigen Dienst
Leider sei das Thema Schwangerschaftskonfliktberatung aktuell in einer „unguten Weise aufgeladen“ und „zu einem politischen Kampfthema geworden“, sagte Jung, und blickte dabei auch auf Entwicklungen in den USA. Es gehe daher darum „deutlich zu machen, wofür wir eintreten“. In der KSB gehe es darum die „Würde der Mutter und die Würde des ungeborenen Lebens in einer guten Weise zu berücksichtigen“. An die anwesenden SkF-Beraterinnen gewandt sagte das Würzburger Kirchenoberhaupt: „Vielen Dank für Ihren wichtigen Dienst.“
Referentin Thieser dankte dem Bischof für seinen „differenzierten Blick“ und gab einen aktuellen Überblick über die Arbeit der KSB, in der das Lebensschutzkonzept zentral sei. Im Bistum Würzburg gibt es Beratungsstellen in Aschaffenburg (mit Miltenberg), Schweinfurt (mit Haßfurt und Bad Kissingen) sowie Würzburg (mit Kitzingen und Lohr a. M.). Man erfahre eine konstant hohe Nachfrage, so Thieser. 2024 habe man, auf ähnlichem Niveau wie in den Vorjahren, 3574 Ratsuchende in der Einzelfallhilfe begleitet und dabei Menschen aus 62 Nationen beraten.
Gesellschaftliche Stereotype können belasten
Ratsuchende wenden sich aus unterschiedlichen Gründen an die KSB. Den größten Teil der Kontaktaufnahmen verzeichne man unmittelbar während der Schwangerschaft, so Thieser, gefolgt von der Begleitung nach der Geburt; dabei unterstützt die KSB bis zum dritten Lebensjahr eines Kindes. Auch rund um den Kinderwunsch oder den Verlust eines Kindes begleitet die KSB, zu deren Beratungsangebot zudem Kriseninterventionen im Schwangerschaftskonflikt oder im Zusammenhang mit pränataler Diagnostik gehören.
Wichtig sei es, das breitgefächerte Beratungsangebot noch stärker bekannt zu machen und für eine frühestmögliche Kontaktaufnahme zu werben, erklärte die Referentin. Bischof Jung fragte im Austausch wiederholt interessiert nach. So fasste er etwa beim Thema Zuweisungen an die Beratungsstellen nach und erkundigte sich zum Umgang mit Sprachbarrieren oder der Onlineberatung.
Im Anschluss gaben die Beraterinnen dem Bischof einen beispielhaften Überblick über Themen und Fragen, die in der KSB eine Rolle spielen: „Werde ich der Verantwortung für einen kleinen Menschen gerecht?“, „Wie wird mein Arbeitgeber reagieren?“, „Mein Partner setzt mich unter Druck“, „Wird das Kind gesund sein?“, „Alle anderen Schwangeren sind so perfekt, warum ich nicht?“ oder „Wie soll ich das Kind alleine aufziehen?“. Der Bischof zeigte sich im Anschluss nachdenklich, wie sehr auch gesellschaftliche Stereotype belasten können. Wie auch Domkapitular Bieber betonte er die notwendige höchste Sensibilität in der Beratungssituation.
Bischöflicher Hilfsfonds unterstützt
Thieser verdeutlichte nachfolgend, dass eine der wichtigsten Fragen für die Frauen in der Beratung die finanzielle Situation beziehungsweise Existenzsicherung sei. Hier bedankte sie sich für die finanzielle Unterstützung aus dem Bischöflichen Hilfsfonds. Dieser trage entscheidend dazu bei, individuell schnell unterstützen zu können und unbürokratisch Härten für Frauen in Not abzumildern. Das sei „eine große Entlastung in der Beratung“, so Thieser. Auch die Stiftung Miteinander für das Leben, die im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feierte, leiste wertvolle Unterstützung für die Arbeit der KSB.
Vor dem Hintergrund der Leitsätze der KSB und der Diskussion rund um den § 218 Strafgesetzbuch, wies der Bischof darauf hin, dass die unantastbare Würde menschlichen Lebens keinen abgestuften Lebensschutz zulasse. Zudem betonte Jung, dass angesichts von Vereinnahmungstendenzen immer wieder betont werden müsse, dass sich die verfasste Kirche mit der KSB für das Thema Lebensschutz qualifiziert stark mache. Zum Abschluss dankte der Bischof den Anwesenden nochmals für ihren „engagierten und kompetenten“ Einsatz und wünschte viel Erfolg für die weitere Arbeit.
Text und Fotos: Anna-Lena Herbert | DiCV Würzburg
Neues aus der KSB im SkF e.V. Würzburg:
Würzburg, 16. September 2025 - Der Arbeitskreis Leere Wiege holt die Wanderausstellung Sternenkinder – Wenn die Wiege leer bleibt vom 17. bis 24. Oktober nach Würzburg.
Zu sehen ist sie im Matthias-Ehrenfried-Haus wochentags in der Zeit von 08:30-16:30 Uhr.
Die Ausstellung macht sichtbar, was der Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft oder nach der Geburt für betroffene Eltern und Angehörige bedeutet. Neben Informationen und Aufklärung rund um das Thema zeigt sie tröstende Worte für Betroffene und Angehörige, sowie unterstützende Rituale und professionelle Hilfsangebote in der Region Würzburg.
Ziel der Ausstellung ist es, zu enttabuisieren, aufzuklären, zu informieren, Trauernde zu unterstützen und einen Beitrag zur Vernetzung und Zusammenarbeit zu leisten. Begleitet wird sie von Mitgliedern des Arbeitskreises, die für Gesprächsangebote zu bestimmten Zeiten vor Ort sein werden.
Eröffnungsfeier: 17. Oktober um 16 Uhr
Abschlussfeier: 24. Oktober um 16 Uhr
Der Arbeitskreis Leere Wiege gründete sich in Würzburg vor über zwei Jahrzehnten mit dem Ziel, Angebote für Menschen, die ihr Kind verloren haben, sichtbar zu machen, die Zusammenarbeit der Netzwerkpartner:innen zu stärken und das Thema Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft oder nach der Geburt in der Gesellschaft zu enttabuisieren.
Vertreten sind Mitarbeiter:innen aus den vier Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen (Evangelisches Beratungszentrum, Gesundheitsamt, pro familia und Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen im SkF e.V.), Hebammen und Seelsorger:innen sowie Mitarbeiter:innen aus dem psychosozialen Dienst, dem Kinderhospizdienst der Malteser, des Sternenzelt e.V. und von KIWI e.V.
Der Arbeitskreis gestaltet regelmäßig Gedenkfeiern für Sternenkinder auf dem städtischen Hauptfriedhof und auf dem Waldfriedhof. Außerdem wird jährlich, am zweiten Sonntag im Dezember, mit Angehörigen und Betroffenen ein Candle-Lighting-Gottesdienst gefeiert, um gemeinsam der Sternenkinder zu gedenken.
Obwohl statistisch gesehen jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Leben den Verlust eines Kindes erleidet, bleibt das Thema Fehl- und Totgeburt noch immer ein Tabu. Betroffene Menschen fühlen sich dadurch oft mit ihrem Schmerz allein, wissen häufig nicht, wie sie ihr Kind verabschieden und vielleicht bestatten lassen können, Freunde und Bekannte sind unsicher, wie sie reagieren sollen.
Der Arbeitskreis Leere Wiege freut sich, die Ausstellung Sternenkinder - Wenn die Wiege leer bleibt nach Würzburg zu holen und für acht Tage das Thema damit in die öffentliche Auseinandersetzung zu bringen.
Neues aus dem Referat:
Würzburg, 27. Oktober 2025 - Am 8. Juli 1999 wurde die Stiftung „Miteinander für das Leben“ durch Bischof Dr. Werner Paul Scheele gegründet. Damit jährt sich das Gründungsjahr zum 25. Mal. Als Dank für die Solidaritätsaktion mit ihren Zustiftungen und Spenden und als Hinweis auf die immer wieder schwierige Situation von Schwangeren und jungen Familien fand am 25.10.2024 von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr auf dem Domvorplatz eine kleine Jubiläumsfeier statt.
Alle Passanten wurden zu einer Schokoladenfesttagstorte, gestiftet von der Firma Brandstetter, eingeladen. Sie fand bei Groß und Klein regen Zuspruch. Hier zeigte sich auch, dass der Domvorplatz von Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern besucht wird. Einige Mutige trauten sich, sich auch beim Circus Mitmachprogramm der Nachwuchsartistin Cosima Benz an der Jonglage zu erproben.
Das Kuratorium der Stiftung, bestehend aus Generalvikar Dr. Vorndran, Maria-Antonette Graber (Leitende Regierungsdirektorin an der Regierung Unterfranken) und Anna Elisabeth Thieser (Fachreferat Schwangerschaftsberatung - DiCV/SkF), berichtete in entstehenden Gesprächen aus den Erfahrungen.
Die Idee und das Engagement der Stiftung wurde von allen begrüßt. Es erstaunte, dass mehr als eine Millionen Euro für Schwangere und Familien bewilligt werden konnten. Informationen zu der Arbeit der Stiftung und der Möglichkeit mit Spenden weiterhin zu unterstützen sind zu finden unter mfdl.bistum-wuerzburg.de
Neues aus der KSB im SkF e.V. Würzburg:
Würzburg, 18. November 2024 - Seit vielen Jahren schon wird am zweiten Sonntag im Dezember an verstorbene Kinder erinnert. Dazu stellen Trauernde in der ganzen Welt um 19:00 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Lichter in der einen Zeitzone verlöschen, werden sie in der anderen entzündet, sodass der Kerzenschein über 24 Stunden hinweg die ganze Welt umspannt. Jedes einzelne Licht im Fenster steht für das Gedenken an unsere verstorbenen Kinder, die unser Leben – auch wenn ihre Lebensspanne kurz war - in einzigartiger Weise erhellt haben und in unserer Erinnerung lebendig bleiben.
Die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen im SKF ist vertreten im Würzburger Arbeitskreis „Leere Wiege“, zu dem sich Mitarbeiter:innen von Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen, von Geburtskliniken, von Selbsthilfegruppen und von der Klinikseelsorge zusammengeschlossen haben. Auch in diesem Jahr gestaltet der Arbeitskreis „Leere Wiege“ wieder einen ökumenischen Gedenkgottesdienst. Er ergänzt das Beratungsangebot der Schwangerschaftsberatungsstellen. Alle trauernden Mütter und Väter, die ihr Kind in der Schwangerschaft oder kurz nach seiner Geburt verloren haben, betroffene Geschwister und Großeltern sind herzlich eingeladen, ihrer Trauer und ihrer Erinnerung im Advent ganz bewusst Zeit und Raum zu geben:
Candle Lighting – Gottesdienst am Sonntag
08. Dezember 2024, um 19.00 Uhr,
in der Gethsemanekirche, Würzburg - Heuchelhof, Straßburger Ring
„Spuren“ ist das Motto der diesjährigen ökumenischen Gedenkfeier. Jedes früh verstorbene Kind hinterlässt Spuren in den Herzen derer, die sie erwartet, in ihr Leben einbezogen haben und mit ihnen das Leben gemeinsam verbringen wollten. Die Gedenkfeier will den Betroffenen ein Innehalten ermöglichen, ihren Erinnerungen nachzuspüren. Der damit verbundene Schmerz darf genauso sein wie die Zuversicht, dass diese Spuren die Liebe zu den viel zu früh verstorbenen Kindern erfahrbar machen und das Leben begleiten werden. Zusagen will uns das auch der Bibelvers Jesaja 49,16 „Unauslöschlich habe ich deinen Namen auf meine Handflächen geschrieben“.
Mütter und Väter, die eine Fehl- oder Totgeburt erlitten haben, fühlen sich oft von ihrem Umfeld im Stich gelassen. Dass ihr Kind bereits im Mutterleib fest in ihre Lebensentwürfe eingebunden war, die mit seinem Verlust mit einem Schlag zerbrechen, ist Angehörigen und Freunden häufig nicht bewusst. Trauer und Schmerz über den Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft bleiben ein Tabuthema. Diese Eltern in ihrem Schmerz und ihrer Trauer zu begleiten, ist ein wichtiges Anliegen der Katholischen Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen im SkF sowie auch der Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen in anderer Trägerschaft. Betroffene finden einen geschützten Rahmen, um über den schmerzhaften Verlust ihres Kindes und all seine Facetten zu sprechen. Das Begleitungsangebot kann auf Wunsch der Betroffenen einmalig oder längerfristig sein.
Neues aus dem Referat:
Würzburg, 28. September 2023 - In der Podcastsendung „Schwangerschaftsabbruch – ein Tabuthema?“ des P-Seminars des Gymnasiums Marktbreit wird das komplexe Thema Schwangerschaftsabbruch durch Interviews mit verschiedenen Akteuer:innen betrachtet. Auch das Referat Schwangerschaftsberatung wurde von den Schüler:innen hinsichtlich eines Beitrags angefragt. Anna Elisabeth Thieser schildert im Gespräch die Beratungsarbeit der Katholischen Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen und gibt Einblicke in Beratungsgespräche mit Betroffenen. Dabei ergab sich ein sehr differenzierter Austausch.
Link zum PodcastNeues aus der KSB im SkF e.V. Aschaffenburg:
Aschaffenburg, 17. November 2023 - Das Netzwerk „Sternenkinder“ gründete sich in Aschaffenburg im Herbst 2022 mit dem Ziel, die Angebote der Netzwerkpartner für Betroffene sichtbarer zu machen, die Zusammenarbeit im Netzwerk zu stärken und das Thema in der Gesellschaft zu enttabuisieren.
Obwohl statistisch gesehen jede 2. Frau mindestens einmal in ihrem Leben selbst betroffen ist, bleibt das Thema Fehl- und Totgeburt leider immer noch mit einem Tabu belegt. Es gibt einen großen Aufklärungs- und Gesprächsbedarf, der häufig verdeckt generationsübergreifend in allen gesellschaftlichen Schichten besteht.
Die Ausstellung „Sternenkinder – wenn die Wiege leer bleibt“ ist das erste gemeinsame Projekt des Netzwerkes und möchte das Thema in die öffentliche Auseinandersetzung bringen. Sie will sichtbar machen, was der Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft/bei Geburt für betroffene Eltern bedeutet, welche Unterstützung in dieser Situation möglich ist und will für das Thema in der Gesellschaft sensibilisieren.
Die Ausstellung möchte enttabuisieren, aufklären, informieren, Trauernde unterstützen, einen Beitrag zur Vernetzung und Zusammenarbeit leisten.
„Wenn Deine Eltern sterben, verlierst Du Deine Vergangenheit; wenn Dein Kind stirbt verlierst Du Deine Zukunft“ (Elliot Luby)
Die Ausstellung wird ab dem 6. November 2023 für zwei Wochen in Miltenberg im Familienzentrum Klostergarten und anschließend ab dem 20. November 2023 für zwei Wochen im Martinushaus in Aschaffenburg gezeigt. Weitere Ausstellungsorte in der Diözese Würzburg sind geplant.
Machen Sie auf die Ausstellung aufmerksam durch Mundpropaganda oder das zum Download zur Verfügung stehende Plakat.
Netzwerkpartner sind:
Das Projekt wurde u.a. durch das Referat Schwangerschaftsberatung im SkF für die Diözese Würzburg gefördert.
Datengrundlage: Sopart- Statistikmodul EZFH KSB in der Diözese Würzburg
Wir erfassen anonym soziographische und beraterische Themen, daraus können wir für die KSB in der Diözese Würzburg differenzierte Aussagen zu Einzelthemen vornehmen.