Ein kleines Holzkreuz

als Erinnerung an die Wünsche des Friedens für Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen des Frauenhauses im SkF

von links: Pfarrer Werner Vollmuth (geistlicher Berater des SkF), Franziska Boes (Frauenhausleiterin), Sigrid Maroske (SkF-Vorstand), Wolfgang Meixner (SkF-Geschäftsführer), Dr. Hülya Düber (Sozialreferentin der Stadt Würzburg), Ruth Reinfurt (SkF-Vorstand), Caroline Urban, Anna Endres und Claudia Saam (Frauenhausmitarbeiterinnen) | Foto: Claudia Jaspers

Im ganz kleinen Kreis fand Anfang April die Segnung der neuen Räumlichkeiten des Frauenhauses im Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e.V. Würzburg statt.

Ein Frauenhaus ist ein geschützter Ort. Um seine Bewohnerinnen nicht zu gefährden, muss seine Adresse anonym sein; eine große Feier ist an einem solchen Ort nicht möglich. Auf eine Segnung wollten die Mitarbeiterinnen und Bewohnerinnen aber nicht verzichten. Die Segnung eines Hauses oder einer Wohnung sei ein durchaus moderner Brauch, der auf der alten christlichen Tradition beruhe, beim Betreten eines Hauses diesem und seinen Bewohnern den Frieden zu wünschen, erklärt Frauenhausleiterin Franziska Boes in Ihrer Begrüßung.

In vielen Kulturen gilt dem Zuhause, dem Ort, an dem wir leben, arbeiten, miteinander sprechen, Kinder aufwachsen und erzogen werden, an dem wir ebenso auch spielen, essen und Erholung finden, eine besondere Aufmerksamkeit.
Für die Frauen und Kinder, die im Frauenhaus Zuflucht suchen, war das eigene Zuhause ein gefährlicher Ort. In ihrem neuen, vorübergehenden Zuhause Frauenhaus benötigen Sie daher Schutz durch bauliche Maßnahmen und eine anonyme Adresse. Sie benötigen aber auch einen Ruheort, einen friedlichen Platz zum wieder Auf- und Durchatmen; einen Ort, an dem sie ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten wieder entdecken können, an dem sie sich sicher fühlen können und Rückhalt, Unterstützung und Gemeinschaft finden.
„Wir freuen uns, dass die Frauen und Kinder, die zu uns kommen, all das in unserem Frauenhaus erfahren können“, so Boes vor der Segnung durch Pfarrer Werner Vollmuth, „und ich glaube, gerade unser Haus ist eines, dem besonders viel Heil widerfahren darf und dessen Bewohnerinnen Wünsche des Friedens gut gebrauchen können.“

Claudia Jaspers

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