Ein Vollblut-Pädagoge geht in den Ruhestand

Gemeinsam mit Wegfährten und Freunden verabschiedet der SkF Würzburg seinen langjährigen Fachakademieleiter Dr. Albert Müller

Dr. Albert Müller mit seiner Nachfolgerin Lucia Schäfer bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand

Innerhalb des SkF bildet die Fachakademie zusammen mit fünf Einrichtungen und Diensten der Jugendhilfe und einem Förderzentrum mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung einen Jugendhilfeverbund: das Überregionale Beratungs- und Behandlungszentrum (ÜBBZ) Würzburg im SkF. „Eine Besonderheit in der Jugendhilfelandschaft“ erklärt die Vorsitzende des Würzburger SkF Ortsvereins Anke Klaus stolz.

In seiner Laudatio hebt Verbundleiter Norbert Beck hervor, wie sehr Ali Müller in den Jahren seines Wirkens nicht nur die Akademie mit ihren Lehrenden und Studierenden, sondern ebenso den Verbund und gesamten Verein befruchtet hat. „Du bist mehr als ein Wissensvermittler. Du bist ein Haltungsvermittler“, so Beck. „Du hast der Ausbildung ein Gesicht gegeben, ohne dich in den Vordergrund zu drängen“, betont Norbert Beck „und du lässt Raum für Entfaltung während du gleichzeitig Orientierung und Sicherheit gibst.“

1979 begann der 26-jährige Student der Sport- und Erziehungswissenschaften Müller seinen beruflichen Werdegang als Gruppenerzieher im Josephsheim des SkF Würzburg. Nach seinen Abschlüssen als Diplom-Pädagoge und Diplom-Sportlehrer wurde er im Herbst 1980 im gruppenübergreifenden Dienst mit der Weiterentwicklung bestehender und Aufbau und Durchführung neuer Konzepte beauftragt. Zeitgleich nahm er seine Tätigkeit als Dozent am HPS auf.
1993 übernahm Müller die Leitung der Fachakademie, zuvor hatte er fünf Jahre lang die stellvertretende Leitung wahrgenommen.

Müller hat sich stetig weiterentwickelt, sein Interesse galt der Praxis, der Theorie und der Forschung gleichermaßen. Er war maßgeblich an der Würzburger Jugendhilfe Evaluations (WJE) Studie beteiligt. Auch hat Müller immer bildungspolitisch gewirkt z. B. als Mitglied im Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung und mit seinem Sitz in der ständigen Konferenz Heilpädagogik (STK). Deren Vorsitzende Heidi Fischer dankte dem Kollegen Müller, der hinschaut, hinhört, Potentiale erschließt und immer ganz da war, für seine langjährige unermüdliche Arbeit.

Lucia Schäfer tritt Müllers Nachfolge an. Vor knapp 20 Jahren, von 1996 bis 1998, hat die heute 44-jährige Heilpädagogin ihre Ausbildung am Heilpädagogischen Seminar im SkF absolviert. Zwischen 2009 und 2014 ergänzte sie ihre Ausbildung durch ein Studium der Heilpädagogik zuerst im Bachelor- und anschließend im Masterstudiengang. Zum 1. Februar kehrt sie als Fachakademie-Leiterin an das Heilpädagogische Seminar im SkF zurück. 

Text: Claudia Jaspers | Foto: Günther Rieke

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