8. März | Frauenwahlrecht war ein guter Anfang

SkF für mehr Gleichstellung von Frauen und Männer

Agnes Neuhaus machte sich bereits seit Ende der 1890er Jahre für Frauen stark und zog als eine der ersten Frauen Deutschlands 1919 in die Nationalversammlung ein. | Foto: SkF-Archiv

Dortmund. 8. März 2017. Anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages kritisiert der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), dass die Gleichstellung von Frauen und Männern noch nicht verwirklicht ist. Der SkF ermutigt Frauen, sich selbstbewusst politisch für eine Verbesserung einzusetzen. Aus Sicht des Frauenwohlfahrtsverbandes können gerechtere Lohnbewertungen in den sogenannten Frauenberufen, bessere Betreuungsangebote für Kinder und die Abschaffung von Minijobs dazu beitragen, die aktuell 22%ige Lohnlücke zu reduzieren. Hier gilt es, sich zusammen zu schließen und gemeinsam mit Verbänden und Parteien für die Gleichstellung einzutreten. „Gleichstellung ist ein deutliches Merkmal von Demokratie, Freiheit und Menschenwürde“, so SkF Bundesgeschäftsführerin Renate Jachmann-Willmer, „auch für ihr Wahlrecht mussten Frauen lange kämpfen. Es ist erst knapp 100 Jahre her, dass Frauen in Deutschland wählen dürfen und gewählt werden können.“ Eine der ersten Frauen, die 1919 in die Nationalversammlung einzog, war die Zentrumspolitikerin und Gründerin des SkF, Agnes Neuhaus. Damals waren unter den insgesamt 423 Abgeordneten 37 Frauen. Agnes Neuhaus engagierte sich bei ihrer Wahl in die Nationalversammlung schon seit über zwei Jahrzehnten stark in der Fürsorge und gründete 1899 den Verein vom guten Hirten, aus dem der SkF entstand.

Das Frauenwahlrecht, das für uns heute so selbstverständlich ist, musste sich gegen viele Vorurteile von Männern und auch von Frauen durchsetzen. Frauen wurde etwa verminderte Intelligenz und eine „natürliche" Bestimmung für den privaten, häuslichen Bereich zugeschrieben. Aus ihrem Engagement für die Gefährdetenhilfe und die Jugendfürsorge heraus erkannte Agnes Neuhaus: „Ebenso gut wie in der Familie gehören Mann und Frau in die Politik – nein, dass ist kein Vergleich, das ist aus der Not und aus dem Leben geborene Wirklichkeit“.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund, Tel. 0231 557026-25, Fax 0231 557026-60, E-Mail: mersch@skf-zentrale.de

Pressemitteilung zum Herunterladen

wir leben helfen.